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Weihnachtsausstellung der Maria-Ward-Schule 2011



Weihnachtsausstellungen an Schulen sind oft eine Schau von Erzeugnissen aus dem Werk-, Handarbeits- oder Kunstunterricht, ergänzt meist von einem Basar. Die Maria-Ward-Schule, Neuburg, verfolgte mit ihrer Ausstellung ein anderes Konzept, indem sie regelmäßig Themenausstellungen präsentieren will, an denen möglichst alle Schülerinnen der Schule, begleitet von ihren Klassleitern, beteiligt sind. Dem großen kreativen Potential der Jugendlichen, welches gerne im alltäglichen Schulbetrieb hintan steht, soll hier ein Ort geschaffen werden. Eine Vorläuferserie von 1988 bis 1996 machte Mut, diese mit einer Wiederaufnahme des Themas „Christbaum" fortzusetzen.

Der Christ- oder Weihnachtsbaum ist neben der Weihnachtskrippe das wichtigste Element des Weihnachtsabends in der Familie. Meist gestalten die Erwachsenen diesen Baum – oft unter Zeitdruck, traditionellen Mustern folgend, als Verlegenheitslösung. Jugendliche würden gerne auch (mit-) gestalten. Diese Ausstellung gibt ihnen den Freiraum dazu.

 

Alle 21 Klassen unserer Schule stellten sich der Aufgabe, außergewöhnliche Christbäume zu kreieren. Nicht selten führte die Projektauswahl zu kontroversen Diskussionen unter den Schülerinnen, die jedoch immer ein positiv-kreatives Ergebnis hatte – was sicherlich auch die Klassengemeinschaft förderte. Es galt zudem immer auch den christlichen Auftrag unserer Schule im Auge zu behalten. So entstanden unter enger Beratung durch die Religions- und Kunstpädagogen Christbaumkonzepte, die sich oft auch kritisch mit manchen Auswüchsen rund um Weihnachten auseinandersetzen. Aber auch ganz traditionelle Bäume stehen weiterhin ganz oben auf der Gestaltungsliste. Alle Christbäume wurden außerhalb des regulären Unterrichts unter oftmals sehr großen zeitlichen und persönlichen Engagement der Schülerinnen vorbereitet und gestaltet.

 

Die Ausstellung war ein voller Erfolg, und das nicht nur auf Grund der fast 1800 Besucher – allein über 150 kamen zur Eröffnung – sondern auch wegen der duchwegs positiven Reaktionen. „Eine tolle Idee", „Eine sehr kreative Schau" waren nur zwei von vielen Kommentaren der Gäste. Sie konnten sich am Eingang der zur Gallerie umfunktionierten Pausenhalle der Schule durch eine Multimediapräsentation zur Geschichte und weiteren Aspekten des Christbaums einstimmen lassen. 21 Bäume regten dann zum Nachdenken und Diskutieren an. Es war zum Beispiel ein Duft-Baum zu sehen, ein Geschichts-Baum, ein Wir-Baum und viele mehr. Weihnachtliche Musik ergänzte den optischen Genuss.

 

Am Ende ihres Rundgangs konnten die Besucher sogar darüber abstimmen, welcher Baum ihnen am besten gefiel. Das eindeutige Votum fiel dabei auf den Cola-Baum, der die Vereinnahmung des Weihnachtsfests durch multinationale Konzerne kritisierte. Parallel zur Ausstellung hatten die Besucher die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen der Schule zu blicken. Schülerinnen boten stets ausgebuchte Führungen durch das Schulhaus an und zeigten Orte der Schule, die selten der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind.


 

 

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